Friday, 20. June 2008Grossginsterland Es begann alles so harmlos, erst besiedelten sie den Topf mit dem Ginster, bis der Wind mal ein Schnittlauchstengelchen zu nahe an den Topf brachte und sie ihren Staat auch auf den kleinen Topf mit Schnittlauch und Salbei ausdehnen konnten. So lebten sie einige Zeit, der Staat wuchs und wuchs. Weil mir die armen Tiere leid taten, steckte ich auch kleine Stöckchen in die Töpfe, damit sie nicht auf die Schnittläuche als Transportwege angewiesen waren, die wir ja auch ernten wollten. Auch als sie den Lavendeltopf zufällig mal erobern konnten, half ich gern als Brückenbauer aus und förderte so die Expansion des Imperiums. Inzwischen beherrschen sie mindestens drei Blumentöpfe. Unzählige unterirdische Kanäle und Gänge führen zu geheimen Ausgängen, zu Nachbarstaaten und Vasallen überall unter den Betonplatten der Terrasse. Wir wissen nicht, wie ihr Staat heisst und wie er organisiert ist. Auch nicht, welche Vorstellung die Tiere von der Topographie ihres Herrschaftsgebietes aus drei Töpfen mit Holzbrücken dazwischen haben. Wir wissen vor allem nicht, was sie vorhaben, aber es wird uns unheimlich."Grossginsterland" vollständig lesen Wednesday, 18. June 2008Konspirative Handynutzung
Ich glaube, wir müssen der Telekom richtig dankbar sein. So viel Interesse für die Vorratsdatenspeicherung, Anonymisierung und Verschlüsselung hätten die üblichen paar Spinner nie hinbekommen.
Waren früher Tipps wie
subversiven Elementen der Kapitalismusgegner vorbehalten, dürfen jetzt auch nadelgestreifte Subversive beim Lesen der Wirtschaftswoche einfache Grundregeln der Konspiration erlernen. Schäuble hat natürlich recht, wenn er darauf hinweist, dass das ganze lange vor Einführung seiner Speicherpflicht vorgefallen ist. Eine andere Regelung hätte die Telekom auch sicher nicht davon abgehalten, verräterische Aufsichtsräte und feindliche Journalisten zu bespitzeln. Ein schöneres Beispiel, welche Möglichkeiten ein Unternehmen mit Geheimdienstambitionen oder der Staat mit diesen Daten hat, hätten sich die Gegner der Speicherung aber auch nicht vorstellen können. Vor allem hätte ihnen niemand geglaubt... (Link gefunden bei Fefe) Cellulose
Bisher kannte ich Sägemehl im Brot nur aus Berichten von der Schlechten Zeit. Dachte auch, dass derartige Beimengungen die Vorläufer der Gewerbeaufsichtsämter zu Strafaktionen mit hohem Spassfaktor für das Publikum animiert hätten.
Dabei gilt Cellulose als übliche Beimischung moderner Brotbackkunst. Selbst Vorzeigebetriebe ökologischen Backens mischen das in ihre Semmeln als Stabilisierungsmittel, was übrigens auch nach Regeln für Biowaren ganz in Ordnung ist, sie dürfen dann nur nicht "Ohne Zusatzstoffe" draufschreiben. Bisschen verwirrt mich auch der Artikel in der SZ. Die sprechen von E406 und Cellulose. Cellulose hätte aber die Bezeichnung E460. E406 wäre Agar-Agar, ein Geliermittel. Sunday, 15. June 2008mehrheitlich dafür
66 Prozent der Deutschen sind dafür, dass Einbürgerungswillige bei uns einen Fragebogen ausfüllen, bevor sie den deutschen Pass bekommen. Da hoff ich ja, dass da nur die 12% eine Stimme abgeben durften, die bei der weniger repräsentativen Spiegel-Strassenumfrage die richtige Antwort auf "Wer wählt den Bundeskanzler?" wussten.
Ich hab übrigens auch versagt. Vor der Einbürgerung muss ich unbedingt noch die Landeshauptstädte durchgehen und vor der Antwort auf Was wollte Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen jüdischen Ghetto in Warschau ausdrücken? hat sich auch Brandt ein wenig gedrückt. Die Antwort "Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung" ist die richtigste unter den vier vorgegebenen. Aber ob der Kniefall exklusiv den Juden oder allen Opfern des Nationalsozialismus und des Krieges in Polen galt, überliess der Kanzler gern seinen Interpreten. 52% der Schüler sind übrigens gegen Einbürgerungstests. Kann sein, dass Schüler von Haus aus Prüfungen für doof halten, vielleicht liegts aber auch an dem Drittel, das Adenauer für einen DDR-Politiker hält. Gut dass sie uns Erwachsene sowas peinliches nie fragen. Für die Ausländer ist der Test kein Problem, glaube ich. Zumindest wenn sie die Fragen verstehen und ein paar Vokablen büffeln (Bundestag, -rat, -versammlung... könnte ja nicht-deutschsprachlern Schwierigkeiten machen): Wer ein bisschen auswendig lernen kann, kommt durch. Die Fragen sind ja bekannt und 50% Trefferquote bei 1aus4 multiple choice wird schon zu schaffen sein. Friday, 13. June 2008Schneidearbeiten
Statt hier zu tippen hab ich die letzten Tage damit verbracht, mich mit Cinelerra anzufreunden. Ein Videoschnittprogramm, dessen Freundschaft schwer zu erringen ist, das aber dann schon ganz gut funktioniert.
Wir waren nämlich mal wieder beim Killerspielen und dank Manus Kamera am Marker kamen ein paar Filmschnipsel in passender Egoshooter-Perspektive raus. Zusammengeschnitten wurden sie dann zu "Gotcha II, the existing movie". Ein hoffentlich würdiger Nachfolger des niemals veröffentlichten "Gotcha I". Wers in Miniformat auch sehen mag, findet das bei YouTube.
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