Thursday, 11. February 2010Mehr Street Views für BayernGibts eigentlich eine zentrale Stelle, die vorgibt, welche Sau diese Woche durchs Dorf getrieben wird, oder regelt sich das durch ein paar Trendsetter und eine Horde Mitläufer von ganz allein? Irgendwo muss doch jemand sagen, dass die nächsten Tage jeder Sender 5 Minuten Toyotas Brems- und Gaspedale thematisieren muss während zum Beispiel defekte Bremsen und feuerspeiende Geschwindigkeitregler anderer Hersteller weniger gross rauskamen. Letzte Woche wurde auch die Aufgabe "Bilden Sie einen Satz mit 'Google', 'informationelle Selbstbestimmung' und 'Monopolist'" gestellt, die unterschiedliche Politiker sehr unterschiedlich meisterten. Unsere Verbraucherministerin, Frau Aigner (CSU), will Gesetze ändern, um den Google-Autos das Knipsen und Sammeln unserer Strassenbilder zu verbieten. Das kann man leicht sagen, weil in der Praxis wirds schwer, ein Gesetz zu basteln, das Google verbietet aber die Touristen nicht einschränkt, die fleissig ohne zu fragen knipsen und ganze Strassenansichten ins Internet stellen... Der computerbeauftragte Finanzstaatssekretär der Bayerischen Landesregierung (auch CSU) ist dagegen schon fast mit Street View einverstanden, raunt aber ein bisschen drohend "Street View steht unter meiner Beobachtung!". Immerhin findet er aber auch Vorteile. Das Ablichten staatlicher Liegenschaften zum Beispiel will er nicht verbieten: ... jeder, der eine Urlaubsreise plant, kann sich bei einem virtuellen Spaziergang im Internet davon überzeugen, dass wir in Bayern außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten zu bieten haben Nur beim "Satz mit Monopol" hat er leider versagt: Kritisch sieht Pschierer jedoch die Monopolstellung von Google Street View: „Derzeit gibt es quasi keine Alternative zu dem Angebot von Google Street View. Ich wünsche mir mehr Wettbewerb – nicht zuletzt im Sinne der Nutzer!“ Mir ist nicht so ganz klar, warum fragwürdiges Bildersammeln besser ist, wenn zwei oder drei Konkurrenten um die Wette sammeln. Herrn Pschierer vermutlich auch nicht, aber der Satz mit "Monopol" war halt Teil der Aufgabenstellung. Welchen anderen Grund sollte es auch geben, dieses Wort auf Biegen und Brechen in einer Pressemitteilung unterzubringen? Wednesday, 10. February 2010Offiziere und GentlemenMerkwürdig, einerseits brauchen wir unbedingt die Wehrpflicht, um unsere Armee im demokratischen Staatswesen zu verankern und eine Brücke zwischen Militär und Gesellschaft zu bilden, weil unsere Berufssoldaten anscheinend sonst aus dem Ruder laufen würden. Andererseits sind es immer die wehrpflichtigen Mannschaftsdienstgrade, die unsere Streitmacht mit abstossenden Ritualen in den Schmutz ziehen und ihre vorgesetzten Offiziere und Gentlemen überraschen, dass sowas in ihrem Verein möglich ist. Bei mir ists ja schon eine Zeit her, aber wir haben unsere Zettler bei aller gepflegter Abneigung nie von unseren furchtbaren Exzessen ausgeschlossen. Nur Massbandsaufen ging halt nicht bei denen. Mein Jahrgang müsste jetzt so langsam in der Gegend zwischen Spiess und Bataillonskommandeur angekommen sein und ist sicher ganz überrascht, dass sowas in seinem Verein möglich ist... Tuesday, 9. February 2010Jetzt links abbiegen!Ich weiss seit heute, wie man zum Geisterfahrer wird. Geisterfahrer sind einfach nur Menschen, die ein besonders dominant auftretendes Navi haben und ihm bedingungslos Folge leisten. Bei uns wurde eine Autobahnauffahrt im Dezember von einer normalen Abzweigung in einen leicht verwirrenden, aber dafür flüssigeren Kreisverkehr verwandelt und vermutlich hat diese Änderung noch kein Navi verinnerlicht. Und so einem veralteteten Routenplaner ist der Fahrer vor mir wohl gefolgt. Zumindest kann ich mir nicht anders vorstellen, warum jemand bei besten Sichtverhältnissen brav blinkt, aus der Kolonne ausschert, zwei durchgezogene Linien überfährt und in die Gegenspur abbiegt. Er kam aber noch rechtzeitig vor dem entgegenkommenden Lastwagen zum stehen.
Rot/Blau die neue Strasse, Schwach gelblich dahinter die alte Verkehrsführung. Im Merkur steht, dass unserem Gemeinderat auch schon derartige Erlebnisse berichtet wurden, allerdings noch nicht der Polizei. Anscheinend geht das immer gut... (Karte von Openstreetmap unter cc-by-sa-Lizenz) Monday, 8. February 2010Trillern für den TarifWarum müssen Streikende eigentlich immer so laut sein? Will man zeigen, dass man nicht nur für sein Anliegen auf die Strasse geht, sondern auch bereit ist, sich dafür gegenseitig einen Tinnitus zu blasen?
(Bilder aus dem Bundesarchiv, via Wikipedia. Links von Bernd Settnik, 1990, Rechts unbekannt 1932. Lizenz: cc-by-sa) Saturday, 6. February 2010dynamische IP-Adressen
Die letzten Wochen lief unser Script nicht, das nächtens der Zwangstrennung zuvorkommt und den Router neu verbindet. Das war ursprünglich dazu da, die Trennung auf einen für uns bequemen definierten Zeitpunkt zu legen. Und da ich im Rahmen der privaten Vorrratsdatenspeicherung auch unsere IP-Adresse aufhebe, kann ich sehen, dass unsere Adresse nur äusserst selten wechselte. Der Rekord lag bei 7 Wochen vom 3.12. bis 19.1. Ich schalte das Script wieder ein, der Wert einer dynamischen IP-Adresse zur Anonymisierung wird zwar weit überschätzt (z.B. lässt sich mein momentaner Browser ganz ohne IP-Adresse aus 200000 anderen eindeutig identifizieren, allein anhand der Browserkennung, Plugins), aber zumindest gegen IP-basierte Beschränkungen von download-Diensten hilft es was...
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