Freitag, 3. August 2007Offline-Durchsuchung Wenn ich mir so durchlese, was Chip beim Hintergrundgespräch mit BKA-Chef Zierke, seinem Pressesprecher, dem IT-Chef und dem Entwickler des Schnüffel-Tools so rausbekommen hat, frag ich mich schon, welches Bild die so von ihrer Kundschaft haben:... obliegt es einem BKA-Team, einen Weg zum PC des Verdächtigen zu finden. Das mag in seltenen Fällen tatsächlich ein E-Mail-Trojaner sein; aufgrund der mageren Erfolgsaussichten bevorzugt man in Wiesbaden aber robustes Agenten-Handwerk: heimlich in die Wohnung eindringen und Images von allen PC-Festplatten ziehen. Entweder ist das alles nur Unsinn zur Beruhigung der Bevölkerung, oder die gehen wirklich ein wenig blauäugig an die Sache ran. Ich glaube nicht, dass die alle Daten bei mir kopieren können, bevor ich aus der Arbeit heimkomme. Da müssten sie schon warten, bis ich mal wieder im Ausbildungscamp für längere Zeit im Ausland sitze. Ich glaube nicht mal, dass die eine Kopiermaschine mit allen passenden Schnittstellen zur Hand haben und meine kriminellen Aktivitäten werde ich eh nur noch auf dem SPARC-I-Clon planen, sowas kennen die jungen Beamten vom IT-Stosstrupp nicht mehr... Nein, ich glaubs nicht. Das ist wieder ein Ablenkungsmanöver, sonst hätte ja auch Herr Uhl gelogen, als er dem PC-Magazin sein Interview gab. Bei dem klang das noch viel internetmässiger: Während das BKA auf Nachfrage zu technischen Details der Online-Durchsuchung öffentlich keine Stellung nehmen will, verrät der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der CDU/CSU, Dr. Hans-Peter Uhl, gegenüber der Onlineredaktion schon einmal Einzelheiten und spricht von entwickelten Spionageprogrammen, „die über das Trojaner-Prinzip hinausgehen". Diese würden Computer automatisch nach ungesicherten Einfallstoren durchsuchen, sobald sie sich im Internet anmelden. Doch der elektrische Spion soll noch mehr können: „Nach getaner Arbeit deinstallieren sich die Spione dann selbst und verschwinden unerkannt". Sonntag, 29. Juli 2007Wahlwerbung bei Google
Vielleicht muss man sich daran gewöhnen, dass Politiker jetzt auch Google-Ads schalten. Wirkt zumindest irgendwie innovativ, auch wenn ich mich frage, warum eigentlich, jede andere Branche machts ja schon lang... Ist übrigens ganz lesenswert die Seite, drum gibts hier auch nen Link gratis: Besuchen Sie im Bundestag oder im Wahlkreis die Abgeordnete Petra Pau Reisen am Limit
Da sieht man mal wieder, dass wir unsere naheliegenden Ausflugszielen einfach viel zu wenig schätzen. Statt irgendwohin in die Welt zu fliegen, sollten wir einfach mal wieder eine Autobahn befahren. Einen 911er Porsche gibts z.B. bei ClassicCarRent übers Wochenende für 800 Euro, eine Woche Ferrari F360 für 3500. Auch für die kleinen Attraktionen am Rande der Autobahn haben wir anscheinend den Blick verloren, im Gegensatz zu Amis dürfen wir nämlich den Cops die Rücklichter zeigen:
Mein Tipp für Kurzausflüge: Eine abendliche Reise ins Loisachtal. Auf der A95 herrscht zwischen 20 und 22 Uhr freie Fahrt, weil sich dort zwischen der täglichen Begrenzung wegen dichtem Verkehr und der nächtlichen wegen Lärmschutz ein kurzes Zeitfenster für ungehemmtes Fahren öffnet. Ausser bei Nässe, versteht sich. Dienstag, 24. Juli 2007Unterschriften Bei www.schaeuble-wegtreten.de sammeln sie Unterschriften für eine Petition an den Bundestag. Das ist natürlich nicht der richtige Adressat, eingestellt hat den Mann ja unsere Kanzlerin und ausserdem halte ich Schäuble ja nur für das deutlichste Symptom einer ziemlich schrägen Innenpolitik die sich quer durch beide Parteien der grossen Koalition zieht.Trotzdem fände ichs gut, wenn viele Unterschriften zusammenkommen. 1383 sinds schon. Es würde nämlich schon ein deutliches Zeichen setzen, nicht nur dass dieser eine Typ unerwünscht ist, sondern die ganze Politik und die Auffassung vom Verhältnis von Staat und Bürger für die er steht. Also: Bitte durchlesen und vielleicht unterschreiben! (Unterschriftsberechtigt sind alle volljährigen Nichtterroristen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte) Übergeben wird die Liste übrigens bei der Demo "Freiheit statt Angst" am 22.9. in Berlin. Samstag, 21. Juli 2007Belagerungszustand
Stoiber hat recht, wenn er Schäuble unterstützt und behauptet, es fehle bei uns das Gefühl für die Bedrohung: "Die Sicherheitslage in Deutschland ist an die in den USA oder Israel herangewachsen".
Ich hab mal den Sicherheitsbericht für Reisen nach Bayern angeschaut. Nach all dem Ärger mit unseren Autonomieregionen unterscheidet der sich fast nicht von den Warnungen des Aussenministeriums für Israel. Es kommt zu regelmäßigem Beschuss bayerischer Städte in der Grenzregion durch Sankt-Ulrich-Raketen, seit Mitte Mai 2007 verstärkt auf die bayerische Grenzstadt Odelzhausen mit zwei Todesopfern. Bayern reagiert darauf mit begrenzten militärischen Operationen in Schwaben. Vor Reisen in Gebiete in der Nähe von Schwaben wird daher dringend abgeraten. Genau, völlig vergleichbar...
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