Freitag, 5. Juni 2009Neues Spielzeug: Blumax GPS-4043
Das Ding
Als Fussgänger haben wirs natürlich auch getestet. Das Ergebnis hängt stark von der Aufbewahrung ab. In der offen Hand getragen ist es natürlich gut. In der Jackentasche, ca 5cm weg von der satellitendichten menschlichen Abschirmung passen die Werte auch noch auf ein paar Meter, in der Hosentasche war das Ergebnis eher schlecht. Da weichen der Hin- und Rückweg um 15 Meter voneinander ab. Das könnte aber auch an der Lage liegen, ich werds mal waagerecht statt senkrecht in die Hosentasche stecken, vielleicht bevorzugt die Antenne eine liegende Haltung. Den Langzeittest fand ich interessanter. Sowas konnte ich ja bisher nicht machen, weil ich mir die Batterien nicht leisten wollte und ausserdem zum Wechseln das Gerät bewegen müsste. Das neue Gerät konnte ich einmal auf der Fensterbank (Ostblick, wenig Sicht auf den Himmel, vielleicht 10% oder so) und einmal auf der Terrasse (Südseite, 50% Himmel) ausprobieren. Nach 22 Stunden loggen im 3-Sekunden-Takt hat er im Zimmer und nach 24 Stunden auf der Terrasse schlappgemacht.
Und zum Schluss noch eine wichtige Notiz für die Zukunft: Wenn man in den Logs aus Datensparsamkeit die Option "RCR" ausschaltet, die einem den Grund für einen Trackpunkt sagt, kann man auch keine Waypoints mit dem Knopf an der Oberseite anlegen. Weil wenn das Gerät sich nicht merkt, dass der Knopf die Ursache dieses Trackpoints ist, kann es Waypoints und Trackpoints nicht unterscheiden und behandelt beide gleich. Die Waypoints sind dann zwar da, aber als Trackpoint getarnt und schwer zu erkennen. Mit RCR erhält man pro Punkt die zusätzlichen Daten "type=TIME", was heisst, dass dieser Punkt wegen eines Zeitlimits erzeugt wurde oder "type=BUTTON", was auf einen Knopfdruck hinweist. Ob schon das Gerät oder erst mtkbabel aus den BUTTON-Einträgen dann Waypoints erzeugt, weiss ich nicht, aber einer von beiden macht es. (Karte von openstreetmap unter CC-BY-SA-Lizenz)
Dienstag, 19. Mai 2009Malen nach ZahlenIch hab mir gedacht, wenn ich schon die shapefiles der neuen bunten Karten und Listen mit Ländercodes und eingedeutschten Ländernamen für den Geocounter rumliegen hab und auch schon für andere Dinge, wie z.B. die Verteilung der Tor-Server in der Welt verwende, kann ich auch gleich was nützliches draus bauen. Ich hab natürlich wie immer den Aufwand völlig unterschätzt, der zwischen "Ich hack ein paar Werte in eine Datenbank, fummel an einem Script rum und erzeuge eine Grafik" und "Ich lass fremde Leute ihre Werte und Lieblingsfarben in ein Formular eingeben und ihre eigenen Karten erstellen" liegt. Aber dank fleissiger Unterstützung meiner usability-consultants ist was halbwegs nutzbares rausgekommen.
Das ganze funktioniert nur mit statistischen Werten, die man nach Staaten sortiert vorliegen hat, für andere geographische Einteilungen (Klima-, Vegetationszonen) fehlen mir einfach die Daten. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibts auch Karten bis zur nächsten Verwaltungsebene der Bundesländer und Kantone. Zu erreichen ist die Kartenwerkstatt unter http://geo.dianacht.de/makemap/, man muss ein bisschen Geduld mitbringen, die Datenbank hier ist nicht so schnell. Als Exportformat stehen PNG für Bitmaps und SVG als Vektorgrafik zur Verfügung. Ich würde dafür allerdings die Beschriftung der Karte ausschalten. So richtig schön werden nämlich die automatischen Beschriftungen nicht plaziert, der anspruchsvolle Benutzer ist mit einer leeren Grafik zur nachträglichen Bearbeitung sicher besser bedient. Die fertigen Bilder stehen unter Creative Commons-Lizenz (CC--BY-SA), sind also beliebig verwendbar, solange man dazuschreibt, wo man sie her hat und seinerseits erlaubt, dass sich andere Leute an den fertigen Karten zu den gleichen Bedingungen bedienen. Mir persönlich hätte ja eine schlichte Namensnennung auch gereicht, allerdings bin ich an die Lizenzbestimmungen des Herstellers der shapefiles gebunden. Das ist sein gutes Recht, je mehr ich mich mit diesen Dingen beschäftige, desto mehr Respekt hab ich vor Leuten, die sich um die Bearbeitung von Küstenlinien kümmern. Nachtrag: Ich hab mir neue Shapefiles besorgt. Jetzt langt die Namensnennung.
Geschrieben von Max
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Dienstag, 5. Mai 2009AbwärtskompatibelErst hatte ich ja ein schlechtes Gewissen, weil unsere Urlaubskarte mit dem tollen neuen Internet Explorer 8 nicht funktioniert. Dabei ist doch der das Ende aller Extrawürste für eigenbrödlerische Browser, nie wieder wird man vom Standard abweichen müssen. Aber jetzt hab ich doch ein kurzes
eingebaut und sag dem IE8, dass er sich bitte wie sein Ahne verhalten soll, samt dessen Eigenbrödelei, weil dafür gibts ja schon Flickwerk an allen Ecken und Enden einer Homepage. Ich hätte natürlich auch auf ein Update von Openlayers warten können, oder selber anfangen können zu basteln. Aber die Openlayer-Leute ziehen da wohl nicht so recht mit und selber basteln ist so mühsam, bis man da wieder alles mit jedem Browser getestet hat... Wirklich beruhigt hat mich dann, als ich in einem alten Posting den Hinweis auf den Seitenquelltext von Microsofts "Live Search mit der Virtual Earth Technologie" gefunden hab. Auch die lösen ihre Probleme auf diese Weise und schalten den IE8 in die IE7-Emulation. Und wenn nichtmal die Webseitenbauer von Microsoft eine zu allen Drecksbrowsern aus dem eigenen Hause kompatible Seite hinbekommen, kann man das von mir echt nicht verlangen. Dienstag, 21. April 2009Neue bunte KartenBeim Geocounter gibts neue Karten. Ich hab mir mal Mapserver installiert, das ist ein Programm, das Geodaten im Vektor- oder Rasterformat frisst und daraus schöne Bilder erzeugen kann. So richtig verstanden hab ich das (wie sämtliche Kartentools mit denen ich rumbastel...) nicht, aber ich brings zum laufen und schaff sogar eine Anbindung an eine MySQL-Datenbank mit Besucherzahlen und Ländernamen. Freundlicherweise stellen uns die Amis ja Weltkarten für umsonst zur Verfügung, weil sich dort die Idee verbreitet hat, dass der Steuerzahler kein zweites Mal für Daten zahlen muss, die er schon mal finanziert hat. Mit der amerikanischen vmap0-Karte, lässt sich also schon mal ganz gut anfangen und es gibt auch einen freundlichen Zeitgenossen, der das Format in ein handlicheres "Shapefile"-Format umgewandelt hat. Ich musste dann nur noch die Ländernamen eindeutschen und die merkwürdigen FIPS 10-Codes, mit denen amerikanische Behörden die Länder numerieren in eher verbreitete ISO-3166-1-Codes (das was die Länder als Toplevel-Domain haben) übersetzen.
Geschrieben von Max
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Sonntag, 12. April 2009Es funktioniertDie gute Nachricht: Das Ausfallkonzept funktioniert Die schlechte: Unser Server ist kaputt. In einem unüberlegten Moment hab ich den Server neu gestartet. Eigentlich ja keine grosse Sache, macht man alle paar Wochen mal und seit Jahren hat das funktioniert. Dieses Mal aber nicht und endlich zeigt sich, wozu die tägliche Kopie der Daten auf einen zweiten Server eigentlich gut ist. War natürlich blöd, das am Osterwochenende zu machen, jetzt bin ich auf meinen Provider angewiesen. Der hat zwar in der Vergangenheit oft dadurch überrascht, dass man auch zu unmöglichen Zeiten schnelle und kompetente Hilfe bekommt. An sonnigen Feiertagen sind sie aber wohl alle ausgeflogen. Alles was mit geo.dianacht.de zusammenhängt, läuft derzeit nicht. Da liefere ich nur die kleinen Icons aus, um den Leuten, die das eingebaut haben nicht das Layout zu versauen. Gezählt wird aber nicht Der Zeitserver geht auch nicht, ich kann nämlich hier die echte Uhr (die im Chip) nicht beeinflussen.
Und um die falschen Umlaute da rechts in der sidebar bei "März" kümmer ich mich erstmal auch nicht ... ;) Nachtrag 13.4.: Mein Provider ist schon gut. Die haben mir einen KVMoverIP hingestellt, eine CD eingelegt und ich konnte es reparieren. Was die Fehlermeldung "LinuxEDBA is big" beim booten von lilo heisst, muss ich noch rauskriegen, aber eine rescue-CD und lilo nochmal aufrufen hat geholfen.
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